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Import aus der Türkei nach Deutschland: Ablauf, Unterlagen, Zoll & wichtige Tipps (2026)

  • Autorenbild: Zero Group
    Zero Group
  • 3. März
  • 2 Min. Lesezeit
Import & Export Türkei

Der Import aus der Türkei bietet deutschen Unternehmen und Neustarter große Chancen: wettbewerbsfähige Preise, flexible Produktion, kurze Lieferzeiten und eine Zollunion mit der EU.


Doch wer erfolgreich importieren möchte, muss die rechtlichen, zolltechnischen und steuerlichen Vorgaben genau kennen.


In diesem Leitfaden erfahren Sie Schritt für Schritt, welche Unterlagen benötigt werden, welche Zollregeln gelten und was Sie unbedingt beachten sollten, um Risiken und unnötige Kosten zu vermeiden.


Warum lohnt sich der Import aus der Türkei?

Die Türkei ist einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands.


Die Vorteile für einen Import aus der Türkei:

  • Zollunion mit der EU (für Industriewaren)

  • Kurze Transportwege (3-7 Tage per LKW)

  • Hohe Produktionsqualität

  • Flexible Mindestmengen

  • Gute Preis-Leistungs-Struktur


Besonders stark sind die Branchen:

  • Maschinenbau

  • Metallverarbeitung

  • Automotive-Zulieferer

  • Textilindustrie

  • Kunststoff- und Verpackungstechnik

  • Werbeartikel- und Kartonagen


Welche Dokumente werden für den Import benötigt?

Für eine reibungslose Einfuhr nach Deutschland sind folgende Unterlagen zwingend erforderlich:


📄 Handelsrechnung (Commercial Invoice)

  • Verkäufer- und Käuferdaten

  • Warenbeschreibung

  • HS-Code (Zolltarifnummer)

  • Warenwert

  • Lieferbedingungen (Incoterms)


📦 Packliste

  • Anzahl der Packstücke

  • Gewicht (brutto/netto)

  • Maße


🚛 Frachtpapiere

  • CMR (bei Straßentransport)

  • Bill of Lading (bei Seefracht)

  • Air Waybill (bei Luftfracht)


🧾 Ursprungsnachweis

Hier wird es besonders wichtig:


A.TR-Dokument

Für Industriewaren im Rahmen der Zollunion zwischen der EU und der Türkei wird in der Regel ein A.TR-Dokument benötigt. Damit können viele Waren zollfrei eingeführt werden.


EUR.1

Für bestimmte Waren außerhalb der Zollunion oder bei Präferenzabkommen.


3. Zoll & Steuern beim Import


🏛 Zoll

  • Industriewaren: meist zollfrei mit A.TR

  • Agrarprodukte: häufig zollpflichtig

  • Anti-Dumping-Zölle möglich (z. B. bei Stahl oder bestimmten Industrieprodukten)

Der Zollsatz richtet sich nach der Zolltarifnummer (HS-Code).


💶 Einfuhrumsatzsteuer (EUSt)

Bei Import nach Deutschland fällt grundsätzlich:

  • 19 % Einfuhrumsatzsteuer

  • 7 % bei bestimmten Waren (z. B. Lebensmittel)

Die EUSt ist jedoch als Vorsteuer abziehbar, wenn Sie vorsteuerabzugsberechtigt sind.


4. CE-Kennzeichnung & Produktkonformität

Viele Produkte benötigen eine CE-Kennzeichnung, bevor sie in der EU verkauft werden dürfen:

  • Maschinen

  • Elektronik

  • Bauprodukte

  • Medizinprodukte

Wichtig:

  • Konformitätserklärung (Declaration of Conformity)

  • Technische Dokumentation

  • Prüfberichte

Der Importeur in Deutschland gilt rechtlich als „Inverkehrbringer“ und trägt Mitverantwortung.


5. Incoterms: Wer trägt welche Kosten?

Die Lieferbedingungen entscheiden über Risiko und Kosten.


Typische Incoterms beim Türkei-Import:

  • EXW (Ab Werk): Käufer organisiert alles

  • FOB: Verkäufer liefert bis zum Hafen

  • DAP: Lieferung bis zur deutschen Adresse

  • DDP: Verkäufer übernimmt Zoll und Steuern

Für neue Importeure ist DAP oder DDP oft risikoärmer.


6. Typische Fehler beim Import aus der Türkei

❌ Falsche Zolltarifnummer

❌ Fehlendes A.TR-Dokument

❌ Unklare Qualitätsstandards

❌ Keine Produktionskontrolle

❌ Fehlende CE-Konformität

❌ Keine vertragliche Absicherung


Gerade bei neuen Lieferanten empfiehlt sich:

  • Lieferantenaudit

  • Musterprüfung

  • Produktionsüberwachung

  • Klare Qualitätsvereinbarungen


7. Ablauf eines strukturierten Importprojekts

  1. Bedarf definieren

  2. Geeignete Hersteller identifizieren

  3. Angebot & Preisverhandlung

  4. Musterfreigabe

  5. Vertragsabschluss

  6. Produktionsüberwachung

  7. Versand & Zollabwicklung

  8. Qualitätskontrolle bei Ankunft


Eine professionelle Supply-Chain-Agentur/Souring-Agentur reduziert Risiken erheblich.


8. Fazit: Import aus der Türkei richtig planen

Der Import aus der Türkei kann enorme Kostenvorteile bringen: vorausgesetzt, er wird strategisch geplant und professionell umgesetzt.


Wichtig sind:

  • Saubere Zollabwicklung

  • Richtige Dokumentation

  • Qualitätskontrolle

  • Klare Lieferbedingungen

  • Rechtliche Absicherung


Wer diese Punkte beachtet, kann nachhaltig Kosten senken und gleichzeitig Lieferketten stabilisieren.


Empfehlung

Kontaktieren Sie Zero Group, Ihre Sourcing/Supply-Chain-Agentur für die Herstellung, Beschaffung, Kontrolle, Transport und den Import aus der Türkei!


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Türkei: Telefon: +90 242 5030043, Mobil: +90 542 4127070

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